Anders als in der symptomorientierten, westlichen Medizin, geht die TCM von einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen aus. Der Mensch wird als organische Einheit betrachtet, die zusammen mit der Natur im Einklang stehen muss. Bei der Behandlung wird nicht nach einem speziellen Medikament gegen etwas gesucht, sondern, durch eine Kombination von Arzneien und anderen therapeutischen Massnahmen, soll der Körper wieder in den Zustand der Harmonie versetzt und damit die Heilung erzielt werden.

Die Diagnose erstellt der TCM-Arzt durch differenziertes Befragen des Patienten. Bewertet werden nicht nur die akut auftretenden Beschwerden, sondern auch die optische Gesamtwahrnehmung, sowie alle anderen aktiven Lebensäusserungen, Emotionen, vitalen Körperfunktionen und Disharmonien, welche auf eine mögliche Krankheit hinweisen können. Besonders hervorzuheben ist die Zungen- und Pulsdiagnostik. Die Zunge gibt durch Form, Farbe, Grösse und Belag wichtige Hinweise auf energetische Zustände und den ‚Säftehaushalt’. Beim Puls unterscheidet man zwischen 28 verschiedenen Pulsmuster, welche ebenfalls Rückschlüsse auf das Krankheitsbild zulassen.